Das letzte Rennen im Jahr 2007 ...


Am 31. Dezember findet jeweils der Silvesterlauf in Ulrichen im Obergoms (VS) statt. Es kann von sich behaupten, dass es das letzte Rennen im Jahr ist. Da Marion und ich seit einigen Jahren, immer nach Weihnachten, eine Woche Urlaub in Oberwald verbringen, kommt ein Start am Silversterlauf nat├╝rlich gelegen. F├╝r mich war von Anfang an klar, dass ich wieder starten werde, da ich 2x einen 1. Rang und den letztj├Ąhrigen 2. Rang zu verteidigen hatte. Zudem ist der Silvesterlauf ein sehr sch├Ânes, in kleinem Rahmen, stattfindendes Rennen und eine optimale Chance f├╝r einen Leistungstest. Zu meiner Freude hat sich auch Marion f├╝r einen Start entschieden. Dies sind immer spezielle Momente, wenn wir zusammen einen Wettkampf bestreiten.

Wir haben uns entschieden, die Volkslaufstrecke ├╝ber 8 Km zu absolvieren, wie in den letzten Jahren. Es galt zuerst eine 3 Km, dann eine 5 Km Schlaufe zu absolvieren. Es herrschten ideale Wetterbedingungen bei sehr kalten -15┬░C.

Marion vor dem ZieleinlaufIch habe mir vorgenommen, diesmal einen schnellen Start hinzulegen, was eine absolute Schw├Ąche von mir ist. Deshal habe ich mich ganz frech gleich zu vorderst eingereiht. Nach dem Startschuss gab ich volles Zeugs und kam sehr gut weg - ja nach 100m war ich zu meinem Erstaunen bereits an der Spitze des Feldes !!! Ja was ist den jetzt los - bin ich viel zu schnell angegangen und muss daf├╝r b├╝ssen? Ich war sehr unsicher, aber es lief ja so gut. Nach 1 Km drehte ich mich um, um zu schauen, wer in meinem Windschatten l├Ąuft - aber da war niemand. Erst 50 bis 100m hinter mir kam der erste Verfolger. So lief ich das ganze Rennen vorne weg und der Abstand zu den Verfolgern wurde immer gr├Âsser. Mit viel Freude lief ich als 1. ├╝ber die Ziellinie. Nun schaute ich nat├╝rlich gleich, wo den Marion ist ... Schon bald nach mir kam die erste Frau, unsere Kollegin Silvia B├Ąck ins Ziel. Doch schon nach kurzer Zeit erschien Marion und lief als 2. Frau ├╝ber die Ziellinie - welch eine Freude smile.

Mit diesem ersten und zweiten Rang hatten wir f├╝r die n├Ąchsten Wochen mit K├Ąse ausgesort. Ich sch├Ątze mal, dass wir zusammen ungef├Ąhr 3kg Baschi-K├Ąse erhalten haben.

 

1. Rang f├╝r Andi

 

Strecke Zeit h
Rang Kat. Rang Gesamt
8.0 Km 2 2 Marion
8.0 Km 00:23:51 1 1 Andi

 7 Days Team of Five

Gigathlon2007-1059Anfangs Jahr im 2007 erhielt ich von Tom ein Mail aus Patagonien mit der Anfrage, ob ich in ihrem Team aus Interlaken, den "B├Âdeli-Turbos", am Gigathlon 2007 als Rennradfahrer teilnehmen m├Âchte? Ja klar - keine Frage, denn es war schon ein Wunsch von mir, diesen Event mal mitzuerleben zu k├Ânnen. Einige Abkl├Ąrungen im Gesch├Ąft und ich sagte zu.

 

Tom, Bl├╝emli, Thesi, SandraIm 5er Team, mit Tom (Biker), Thesi (Laufen, Inline), Sandra (Laufen, Inline), Bl├╝emli (Schwimmen) und mir (Rennrad) und unserem Fahrer nahmen wir das Abenteuer am 7. Juli 2007 in Basel in Angriff. Als einziger Innerschweizer im Team, haben mich die "Interlaker" super aufgenommen und integriert. Ich hab mich recht gut auf den Event vorbereitet, wusste jedoch nicht und war sehr gespannt, ob mein K├Ârper dieser Belastung stand h├Ąlt.

 

F├╝r mich war der Gigathlon ein super, geniales Erlebnis. Zeltstadt in BaselDiese fantastische Atmosph├Ąre, ├╝ber 7 Tage, im Zelt zu schlafen (ich beforzugte ab der 2. Nacht unseren VW-Bus) und alles zusammen mit ├╝ber 5000 Sportler - das ist schon einmalig. Obwohl es teilweise recht schwierig war sich jeweils nach den Etappen zu erholen und gen├╝gend zu essen, geh├Ârt diese Lagerambiente einfach dazu. Auch trotz zu Beginn miserablen Wetters war die Stimmung immer sehr gut und jeder hatte jeweils viel zu erz├Ąhlen ├╝ber seine erlebte Etappe.

Dieser Gigathlon war f├╝r mich auch mit Extremen verbunden ... Da war zum Beispiel der 2. Tag, welcher f├╝r die Rennradfahrer die K├Ânigsetappe bedeutete (D├╝bendorf-Weesen). Es regnete nur ein einziges mal und zwar in Str├Âmen. Zudem war teilweise bitter, bitter kalt in den Abfahrten. Auch die 4. Etappe von Chur nach Seedorf ├╝ber den Oberalp war hart. Morgens um 6:00 Uhr Start; Regen und sehr kalt; auf dem Oberalp schneit es sogar ganz leicht. In der 5. Etappe dann von Neuhaus auf Fiesch ├╝ber den Grimselpass scheint auf der walliser Seite endlich die Sonne, aber eben ziemlich fest. Im Ziel musste ich 1h an der prallen Sonne auf den Bus warten, der mich in die Zieleinlauf in BernTages-Wechselzone bringen soll. Ich bin m├╝de und trinke viel zu wenig, so dass ich mir einen leichten Sonnenstich hole. Die folgenden Tage werden dadurch f├╝r mich ziemlich hart. Mir ist nicht wohl, kann nicht viel essen und habe Durchfall. Trotzdem kann ich die 2.letze Etappe auf dem Mountainbike und die letzte Etappe wieder auf dem Rennrad einigermassen durchstehen und wir erreichen das Ziel in Bern auf dem ├╝berraschend guten 172. Rang von 512 Teams. Super, wir sind sehr gl├╝cklich.

 

Team Etappen
Gesamtzeit Rang Anzahl Teams
B├Âdeli-Turbos (1495) 7 73:32:30 172. 412

 

Gesamtrangliste "B├Âdeli Turbos" ist hier abrufbar: Rangliste Teamwertung

Rangliste Andi Gigathlon07 Im Ziel - vlnr. Andi, Sandra, Thesi, Bl├╝emli, Tom
Rangliste einzeln von Andi Geschafft smile!!!

Super Rennen bei besten, aber sehr kalten Bedingungen!

Zu Viert fuhren Andi Jurt, Natascha, Marion und ich am Morgen um 5:45 Uhr, bei fast klirrender K├Ąlte und halb verschlafen, Richtung Einsiedeln. Mein Namensvetter Andi startet zum ersten Mal an einem Bikerennen und Natascha und Marion supporten uns, wof├╝r wir uns nochmals herzlich bedanken.

Die grosse Frage heute Morgen war: Was ziehe ich mir bei dieser "Sauk├Ąlte" an? Ca. +1┬░C zeigte das Themometer um 08:00 Uhr - unserer Startzeit. Bisher habe ich alle meine Bikerennen in "kurz" gefahren, auch wenn es sehr k├╝hl war. Aber heute wars definitiv kalt und ich entschloss mich zum ersten mal mit "Lang" an den Start zu gehen. Ich hatte meine Bedenken zu diesem Entscheid, da ich sehr heikel reagiere, wenn ich zu warm habe (Hitzestau). Mein Entscheid f├╝r Beinlinge und ├ärmlinge war jedoch genau richtig und optimal, so dass meine Muskulatur auf den ersten Kilometern und auch in den Abfahrten nie abk├╝hlte.

Nach meinen beiden 11. R├Ąngen im Jahr 2006 + 2007 wollte ich dieses Jahr nat├╝rlich in die Top-Ten fahren und im Hintergedanken hatte ich auch einen Podestplatz im Visier ... Ich wusste aber, dass dies in Einsiedeln extrem schwierig zu erreichen ist, da das Nieveau sehr hoch ist ... und es blieb auch bei diesem Traum !

IronbikeEinsiedeln08-02Ein H├Âhepunkt des Irionbikes Einsiedeln ist jedes Jahr wieder der Bikesegen kurz vor dem Start durch den Pater des Klosters Einsiedeln.

F├╝r das heutige Rennen legte ich mir die Taktik zurecht, gleich von Beginn weg an der Spitze des Feldes zu fahren, um mit den ersten Fahrern den Anstieg auf die Sattelegg in Angriff nehmen zu k├Ânnen. Dies darum, weil ich in den vergangenen Jahren jeweils genau dort die Spitzengruppe verloren hatte.

 

IronbikeEinsiedeln08-10Meine Vorstellungen gingen voll auf... Die ersten 8 flachen Kilometer konnte ich an der Spitze fahren - an 2. Position (ein sch├Ânes Gef├╝hl, wenn man ein Feld von ├╝ber 600 Bikern anf├╝hren kann). Aber am Berg ging, wie erwartet, die "Post" ab. Der Spreu trennte sich vom Weizen - ich geh├Ârte eher zum Spreu! Ich pendelte mich nach und nach so an 10. Stelle ein und konnte diesen Platz mehr oder weniger knapp halten. Auf der Sattelegg konnte ich den Spitzenfahrer immer noch vor mir sehen, jedoch fuhr der wie von einem anderen Stern. Nachdem der h├Âchsten Punkt auf dem B├╝hl erreicht war, folgte gleich zu Beginn der Abfahrt die technisch schwierigste Stelle des Rennens. Die Einfahrt in den Pr├╝gelweg und der Pr├╝gelweg selber. Hier habe ich mich leider ein bisschen ungeschickt angestellt, so dass ich 3x kurz vom Rad absteigen musste und ziemlich viel Schlamm mit meinen Schuhen aus dem Moor gezogen habe. Schwupp und meine Gruppe ist schon davon gerauscht. Sch.... oder Schade habe ich mir gedacht und ich zweifelte daran, ob nun noch ein Top-Ten Platz drin liegen w├╝rde, wenn ich alles alleine fahren muss.

Nach dieser ersten Abfahrt habe ich mir ein Power-Gel "geg├Ânnt", um gen├╝gend Energie f├╝r den zweiten Aufstieg zu haben. Diese Energie habe ich auch zus├Ątzlich durch die anfeuernden Fans von Marion und Natascha erhalten, die gleich am Fusse des Berges auf mich gewartet haben - super!

Der zweite Aufstieg ging mir super. Ich hatte gute Beine und konnte st├Ąndig eine hohe Kadenz fahren - das hat echt richtig Spass gemacht.

Die 2. Abfahrt auf Asphalt konnte ich auch sehr gut hinter mich bringen. Nun aber ging es wieder auf ein 2 - 3 Km langes Flachst├╝ck und ich war immer noch alleine unterwegs. So habe ich alles gegeben, mit der Hoffnung, einen vor mir fahrenden Biker einzuholen, um in seinem Windschatten den Rest der Fl├Ąche zu bew├Ąltigen, bevor es dann in den letzten, langen und h├Ąrtesten Aufstieg geht. Leider hat das nicht geklappt und ich bin bis kurz vor dem letzten Anstieg in Unteriberg alleine gefahren. Ob ich nach diesem Effort noch gen├╝gend Kraft habe ... ???

IronbikeEinsiedeln08-12In einer 4er Gruppe, die sich unerwartet bildete, nahmen wir den letzten Berg, schwer schnaubend, in Angriff. Nach 500 Meter sah ich auch schon wieder Marion und Natascha, die mich anzufeuerten. Zu Beginn konnte ich die Pace der Anderen kaum halten und fuhr knapp an letzter Stelle. In der 2. Kurve rief uns ein Zuschauer die Platzierung zu - bei mir wars der, was wohl, der 11. Platz. Nicht schon wieder dachte ich mir und motivierte mich, an der Gruppe dran zu bleiben. Schon bald setzten sich 2 Fahrer von uns ab ... der Abstand blieb aber mit ca. 25m immer konstant. Kurz vor dem h├Âchsten Punkt (Hummel) konnte mit einem langgezogenen Spurt wieder auf die vorderen Beiden auffahren, jedoch v├Âllig ersch├Âpft und ausgepustet !!!

Auf dem nun folgenden, wundersch├Ânen H├Âhenweg, mit st├Ąndigem leichten auf und ab und auf kurvenreicher Strasse konnte ich mich relativ schnell und sehr gut erholen. Bald merkte ich, dass die anderen beiden Fahrer nicht mehr so schnell fuhren, wenn sie die Gruppe anf├╝hrten. Unglaublich, ich hatte einfach immer noch gute Beine ... meine Superkompensation hat also auch seine positive Wirkung gezeigt. So habe ich mir vorgenommen, beim n├Ąchsten, eher flachen, aber langgezogenen Aufstieg anzugreifen, bevor es dann in die letzte grosse, zum Teil etwas technische, Abfahrt ging. Nachdem wir auf diesem H├Âhenweg einen weiteren Fahrer eingeholt und stehen gelassen haben, ging mein Plan an diesem besagten, kurzen Anstieg voll auf und ich konnte meine Widersacher abh├Ąngen (im Ziel habe ich dann herausgefunden, dass dies derjenige war, der am Mt. Generosomarathon vor mir Erster wurde). So wusste ich, dass ich nun definitiv in den Top Ten bin.


IronbikeEinsiedeln08-132.5 Km vor dem Ziel konnte ich nochmals auf einen Fahrer aufschliessen. Hinten machte jedoch wieder ein Fahrer enorm Druck. Ich dachte einfach, ich muss nun nochmals die letzten Kr├Ąfte mobilisieren, damit ich sicher in den Top-Ten bleibe. 500m vor dem Ziel gibt es nochmals einen kurzen, 30 m langen Anstieg, an dem ich zum Spurt ansetzte und mich so losreissen konnte...

So fuhr ich auf den Klosterplatz ein, wo mich bereits wieder Marion anfeuerte und kam ├╝berraschen sogar auf dem 7. Rang (allover) ins Ziel.

Es war ein hartes, aber fast perfektes Rennen f├╝r mich. Es hat super Spass gemacht. Obwohl ich 10min. auf den Sieger verloren habe, weiss ich, dass ich alles gegeben habe und heute schlicht nicht mehr drin gelegen hat. Ich bin super zufrieden und gl├╝cklich. Auch Andi Jurt kam gesund und mit einer super Zeit ins Ziel. Danke Natascha und Marion f├╝r eure Unterst├╝tzung .

 

Strecke Zeit h
Rang Kat. Rang Gesamt Teilnehmer
53 Km, 1300Hm (mini) 02:23:50 6 7 591

Start zur Mountainbike Mittwoch-Abend Serie 2008 in Rain


Nach meinem 2. Gesamtrang von letztem Jahr, will ich dieses Jahr die Serie gewinnen. Mit grossen Ambitionen gehe ich an den Start. Durch die extremen Niederschl├Ąge der letzten Tage ist die Strecke teilweise sehr tief. Ausnahmsweise habe ich mich entschieden, mit dem Hardtail das Rennen zu fahren, da keine schwierigen Abfahrten zu absolvieren sind. Ich sehe, dass Olav H├╝sken, welcher letztes Jahr die Serie gewonnen hat, nicht am Start ist und rechne mir viel aus.

Ich gehe das Rennen sehr schnell an und befinde mich schon bald in der Spitzengruppe. Nach 3 Runden sind 2-3 Fahrer der jungen Kategorien davon gezogen und ich f├╝hre meine Kategorie an. Leider bekomme ich extreme Probleme mit der Schaltung. Dies klemmt pl├Âtzlich vollkommen, so dass ich pro Runde sicher 3-4 mal aus den Pedalen rutsch. Mein Rythmus ist v├Âllig gebrochen und ich zahle den schnellen Startrunden Tribut. Schon bald ├╝berholt mich mein Verfolger und ich kann nicht mehr nachsetzen. Mit ca. 1min. R├╝ckstand erreiche ich das Ziel als 2. in meiner Kategorie und bin eigentlich ganz zufrieden mit der Leistung in Anbetracht der technischen Probleme.

 

Strecke Zeit h
Rang Kat. Rang Gesamt
17.5Km, 325Hm (7 Runden) 00:48:50 2 4

Das verr├╝ckteste Rennen und
mein bisher gr├Âsster, sportlicher Erfolg !

1. Juni 2008 - Mt. Generoso Bikemarathon im Tessin - Kleine Strecke ├╝ber 46km und 1600 Hm.

 

Seit 2 Jahren habe ich dieses Rennen im Kopf. Es ist der sch├Ânste Marathon den ich kenne und die Strecke liegt mir grunds├Ątzlich sehr gut. Ich habe mir viel vorgenommen und deshalb war der Wettkampf eines meiner grossen Saisonziele, obwohl er sehr fr├╝h in der Saison stattfindet. Nat├╝rlich war ich etwas nerv├Âs vor dem Start und leider war ich im 2. Startblock und sehr weit hinten eingereiht. So musste ich auf den ersten 4 km schon ziemlich "Alles" geben, damit ich einigermassen an die Spitze hin kam. Von den vorhergehenden Trainings und Testrennen wusste ich, dass ich fast problemlos 1h lang "voll" steil aufw├Ąrts fahren kann, ohne einzubrechen. So fuhr ich tats├Ąchlich die erste lange Steigung zum Pso. Bonello ziemlich am Anschlag. Die lange, einzige und steile Laufpassage folgte, welche wirklich extrem streng war und worauf sogleich die erste technische Abfahrt folgte. Und da passierte es. Mein Vorderrad rutsch in der nassen Wiese leicht weg und ich falle auf die linke Seite - kein eigentlicher Sturz, aber ich kann mich mit Gl├╝ck mit den Armen "abfangen". Doch irgenwie erhalte ich einen Schlag auf meine Rippen - Schmerz!!! Ich fahre sofort weiter bis nach 1km eine weitere Steigung kommt und da kommt dann auch der Hammermann. Meine Rippe schmerzt derart, dass ich kaum noch atmen, kaum noch fahren kann. Ich denke ans aufgeben ... Aber jetzt mein Ziel aufgeben, auf das ich so lange hingearbeitet habe? Das kann nicht sein. Ich versuche so gut wie m├Âglich weiter zu fahren und komme irgendwie wieder in den Tritt ...Eigentlich f├╝hle ich mich ja immer noch super; ich habe Kraft in den Beinen und kann nach 1.5h Renndauer immer noch voll Druck geben. Also weiter ...

Nach einigem Auf und Ab folgt dann die schwierige Abfahrt ... Durch die Schmerzen in der Rippe fahre ich wie ein Anf├Ąnger hinunter, v├Âllig doof ... In der Folge st├╝rze ich noch 4 mal, davon 1x ziemlich deftig. Ein Abflug mit Salto ├╝ber den Lenker. Aber zum Gl├╝ck kann ich gleich wieder aufstehen und weiterfahren, wenn mir da nicht der nachfolgende Biker zugerufen h├Ątte, ob dies mein Velocomputer ist, der da am Waldboden l├Ąge. Ja nat├╝rlich wars meiner ... als wieder runter vom Bike, ein Spurt den steilen Pfad hoch - vielen Dank und wieder zur├╝ck aufs Bike.

Dann nach 40 km kommt die Abzweigung, wo sich die kleine und mittlere Runde trennen. Der Streckenposten hebt die Hand und streckt 4 Finger in die H├Âhe. Vier was? An 4. Stelle oder 4 min. R├╝ckstand. Leider verstehe ich kein italienisch - also weiter ...

Nach 2h 45min komme ich ins Ziel und bin 2. !!!!! Ich weiss zuerst gar nich ob ich gl├╝cklich sein soll oder entt├Ąuscht. Denn eigentlich wollte ich dieses Rennen echt gewinnen - es ist immer noch ein Traum von mir. Aber andersrum ist es auch unglaublich, dass ich mit total 5 St├╝rzen noch 2. geworden bin - ich bin also wirklich total happy und zufrieden.

Meine Rippe schmerzt nun noch mehr und ich sehe, dass meine Knie von den St├╝rzen bluten. So begebe ich mich zur Sanit├Ąt um die Blutungen zu pflegen. Durch die Rippenschmerzen kann ich mich jedoch kaum auf den Schragen legen, so dass mich das Personal nach einer kurzen Untersuchung sofort ins Spital zum R├Ântgen schickt. So finde ich mich also 3/4h nach dem Zieleinlauf, immer noch v├Âllig verdreckt, im Spital wieder. Die Untersuchungen zeigen zum Gl├╝ck, dass nichts gebrochen ist und ich kann wieder zum Zielgel├Ąnde zur├╝ck, wo ich dann um 16:00 Uhr aufs Podest steigen kann. Ich geniesse den Moment ganz still f├╝r mich und bin extrem zufrieden ...

 

Strecke Zeit h
Rang Kat. Rang Gesamt
46Km, 1600Hm (mini) 2:45 2 2

Rangliste Datasport!