marandi.ch - Reiseberichte - Peru - Klaus - der wahre Indiana Jones?

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Tourdaten

Wir sind zur Zeit in Deutschland unterwegs! Siehe auch unsere
Google Map (Link).

Datum: 03.09.2010
Ort: Frankfurt am Main
Koordinaten:

N50 07.591 E8 37.421

aktueller Stand (nur Fahrrad):

Kilometer: 22'056 km
... Schotter: (17%) 3'648 km
... Asphalt: (83%) 18'408 km
Höhenmeter: 202'411 m
Fahrzeit: 1344h 20'
Radtage: 305


Anzahl Übernachtungen:

im Zelt (37%)  225
andere (63%) 379

Erfolgreiches Vorhaben ?

Eine nicht ganz ernst gemeinte Umfrage :-)))) - Schaffen wir es und erreichen Alaska ?
 


Projekt Panamerica
06.01.2009
14:45

on tour ...


seit
606
Tagen und
15 Std. : 50 Min.

www.marandi.ch
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Klaus - der wahre Indiana Jones? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: los marandis   
Donnerstag, 22. Oktober 2009 um 18:01 Uhr

Ist er der echte Indiana Jones? Für uns bestimmt ...

 

Sarkopharge

 

Bei Harald und einer Familie lernen wir auch ihren langjähren Freund Klaus kennen.Klaus Ein Archäologe aus Deutschland. Klaus ist seit über 20 Jahren immer wieder in Südamerika und Peru beruflich unterwegs und hat hier schon über 8 Jahre seines Lebens verbracht. Immer wieder kommt er zurück nach Lima, um die vielen Organisatorischen Arbeiten zu erledigen oder Forschungsfunde ins Labor zu bringen. In dieser Zeit wohnt er dann jeweils hier bei Harald für ein paar Tage. So auch jetzt gerade, wo wir hier auf Besuch sind. Wir sind einfach begeistert von seiner Arbeit und seinen Geschichten ...

Seit 3 Jahren forscht Klaus im nördlichen Peru, in Chachapoya. Was er dort gefunden hat, fasziniert uns total, obwohl wir leider nie da waren. Im Auftrag der deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn erforscht er einen bestimmten Raum in der Gegend von Chachapoya, um neue Erkenntisse über diese Kultur zu gewinnen.

 

Die Kopfjäger der Chachapoya - Erzfeinde der Inka - lebten im 8. -15. Jh n. Chr. am Osthand der Anden des heutigen Peru. Dort, wo der Himmel die Erde küsst, befinden sich in schwindelnder Höhe Siedlungsreste einer Gesellschaft, dernen Bestattungsformen zu den vielfältigsten und ungewöhnlichsten aller bekannten Kulturen zählen.

 

Sarkophag1-KlausDie Arbeit ist alles andere als einfach. Die Fundstellen liegen weit abseits von Dörfern, teils in den dichten Nebelwäldern der Selva. Das Gebiet erstreckt sich von 1000 bis über 4000 m.ü.M. Viele Fundstellen liegen in hohen Felswänden, die nur in gefährlichen und waghalsigen Kletterpartien erreicht werden - notabe alles ohne Seil und Sicherungen.

Uns haben vor allem die Grabbauten der Chachapoyas fasziniert, die weltweit für Aufsehen erregt haben. Spektakulär wurden Sarkophage unter Felsüberhängen witterungsgeschützt und schwer zugänglich angelegt. Die Mumifizierung trat durch natürliche Faktoren wie niedrige Temperatur, geringe Luftfeuchtigkeit und vermutlich durch Verwendung pflanzlicher Stoffe ein.

Das Volk das dem Inkareich trotzte und die Sarkophag2Spanier unterstützten. Um das Jahr 1470 n. Chr. begann die Inka-Invasion. Die Inka versuchten den Wiederstand der stolzen Nebelwaldmenschen in Chachapoya durch Umsiedelungen zu brechen. Einige Woklenkrieger nahmen sie sogar in ihre Leibgarde in Cusco auf. Dennoch blieben die Chachapoya Erzfeinde der Inka und unterstützten nur 60-70 Jahre später die Spanier bei ihrem Vormarsch. So gelang es nie ganz, sie zu unterwerfen und es heisst, dass ein Häuptling der Chachapoya den vorletzten Inka Huayna Capa vergiftet haben soll.

 

Es gäbe noch eine Menge zu schreiben über die Chachapoyas, wie zum Beispiel ihre schönen Rundhäuser, die sie gebaut haben und vieles mehr. Sicherlich wird man noch eine Menge über diese interessante Kultur erfahren.

 

Klaus (1958) hat in Berlin "Altamerikanistik" studiert. Im November erscheint ein Artikel in der deutschen Zeitschrift "Antike Welt" und ca. im März des nächsten Jahres strahlt das ZDF einen Film über Klaus und seine Arbeiten in Chachapoya aus.

Fotonachweis: alle Fotos von Klaus